Durch herrliche Winterlandschaft hinauf auf das Hochplateau der Hemmersuppenalm führt die Aufstiegsloipe zur Hindenburg-Hütte. Bei guten Schneeverhältnisse kann der Aufstieg direkt vom Parkplatz Seegatterl aus starten und gibt dieser Tour einen Hauch von Skitouren-Feeling.

LOIPEN-DATEN
STRECKE: 21 km
SCHWIERIGKEIT: „Schwer (Anfänger können von der Hindenburghütte aus starten)"
REGION: „Chiemgau"
HÖHENLAGE: ~1200 Hm
LANGLAUFTECHNIK: „Klassisch (Aufstieg) / Skating (Hochloipe)"
AUFSTIEGE: 650 Hm
EINKEHR- & RASTMÖGLICHKEIT: Hindenburghütte (bis Anfang April geöffnet)
LOIPENGEBÜHR: keine
PARKGEBÜHR: keine
SKIVERLEIH: keine
BESONDERES: Schneesicher

Diese Tour kannst du als GPX herunterladen: Im Dropdown “GPX Track” auswählen, dann auf “OK” klicken. Der Download beginnt automatisch.

 

Anfahrt:

Von München aus auf der A8 Richtung Salzburg bis zum Dreieck Inntal, auf der A93 bis Abfahrt Oberaudorf/Niederndorf. Auf der B172 Richtung Niederndorf und weiter bis Reit im Winkl. Dort rechts auf die B305 bis Seegatterl/Skigebiet Winklmoosalm-Steinplatte. Parken auf dem großen Parkplatz der Talstation.

Loipenbeschreibung:

Erstmals hatte ich über einen Arbeitskollegen von dieser Loipe gehört. Und normalerweise würde ich alle Langlaufstrecken mitten in einem großen Skigebiet meiden. Doch der lustige Name machte mich so neugierig, dass ich mich eines morgens am Ausgangspunkt der Loipe wiederfand. Vom Seegatterl-Parkplatz stapfen die Massen der Skifahrer in das beliebte Skigebiet Winklmoosalm/Steinplatte. Wir aber mussten auf der gegenüberliegenden Seite hinauf. Ein winziges Schild zeigt dort an, dass hier der Aufstieg zum Hemmersuppenalm beginnt. Etwas verunsichert und erst nachdem ich mir von jemandem versichern ließ, dass es wirklich der richtige Weg war, ging ich los. So wie es aussah merkte ich, dass es kein normaler Langlauf-Tag werden würde.

Die Aufstiegsloipe fängt erst ab Nattersbergalm an. Die kleine Forststraße schlängelt sich in Serpentinen den Berg hinauf. Im leichten, schnellen Schritt versuchte ich mein Tempo zu halten, damit ich den Puls auf einem stabilen Level halten konnte. Ich überholte ein spazierendes Ehepaar und musste an der nächste Serpentinenkurve anhalten. Da war nichts mit ruhigem Puls, ich bin wieder einmal zu hektisch und zu schnell gegangen. Ich schaute auf meine Uhr und verzeichnete bereits 150 Hm die ich in wenigen Minuten überwunden hatte. Kurz nach einem steilen Waldstück erreichte ich die Nattersbergalm und wurde von zwei verspielten, riesigen Sennhunden begrüßt. Einer klaute den Handschuh eines Gastes und wollte ihn nicht mehr hergeben. Der Besitzer wurde zu Hilfe gerufen. Ich schaute kurz dem lustigen Spielchen zu, wie das Grüppchen dem Hund nachlief. Der fand es toll, dass jetzt alle mitmachen! Aber hergegeben wollte er den Handschuh nicht. Irgendwann haben sie ihn dann doch erwischt, der Almbesitzer seinen Hund, der Almgast seinen Handschuh, und der Spaß war vorbei.

Ich ging weiter. Nach weiteren 200 hm wurde es endlich flacher, aber trotzdem abwechslungsreich bis zur Hindenburghütte.

So sieht also die Alm aus: Musi, Bänke, Bierausschank, Sonne!

Nach einer kurzen Erholungs- und Trinkpause setzte ich meine Tour auf der Hochloipe Nr. 12 fort. Die große Umrundung mit ca. 9 km ging sehr abwechslungsreich an der hübschen Anna-Kapelle vorbei, über die landschaftlich reizvolle Hochfläche, zur Obere Hemmersuppenalm und schließlich noch an ein paar bunten Bauernhäusern vorbei, bevor es wieder hügelig Retour zur Hindenburghütte ging. Die Loipe war top gespurt. Die Runde auf der Hochfläche hat mich schwer beeindruckt.

Normalerweise würde die Tour hier mit der Rückfahrt in einem der regelmäßig fahrenden Jeeps ins Tal enden. Ich entschied mich stattdessen für eine Abfahrt, denn ich wusste dass mein Auto unten auf mich wartete. Nicht sehr elegant, wenn man 450 Hm im Pflug (die Fahrbahn war recht eng, zertreten und mittlerweile recht hart und eisig) den Berg herunter kommt. Die Skier musste ich ab der Nattersbergalm abschnallen und die letzten Kilometer zu Fuß weiter, denn der Fahrweg war zu steil und nicht präpariert. Am Ende wünschte ich mir doch, ich hätte besser den Jeep genommen. Hier sollte man die Busverbindungen mit Anschluss nach Seegatterl im Blick haben. Oder man läuft die Loipe #6 vom Parkplatz Blindau nach Parkplatz Seegatterl (in ca. 5 km) zurück.   Bei schlechten Schneeverhältnissen parkt man am besten auf dem Parkplatz Blindau im Tal und fährt mit dem Jeep bzw. Kleinbus hinauf.

Es empfiehlt sich im Vorfeld in die Loipenkarte zu schauen und evtl. zusätzliche Infos (Preise Shuttle, Fahrplan) bei der Tourist Info zu holen, bevor es los geht.

Nützliche Links:

Weitere Loipen in der Nähe:

  • Aufstiegsloipe zur Wildalm

Bilder-Galerie

 

Adresse

Ausgangspunkt:

Seegatterl Parkplatz

GPS:

47.657616633811, 12.539618443764

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Email:

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