Einen ganzen Tag in einer Loipe verbringen und dabei imposante wilde Bergkulisse erleben – das kann man in der Karwendelloipe von Hinterriss in die Eng. Ein Spätwinter-Parcours!

 

LOIPEN-DATEN
STRECKE: 26 km (ab Mautstation)  / 28 km (ab Hinterriss) inkl. Rückweg
SCHWIERIGKEIT: leicht/mittel (Kondition)
REGION: Karwendel
HÖHENLAGE: 900 bis 1200 m
LANGLAUFTECHNIK: Klassisch
AUFSTIEGE: ca. 300 hm (inkl. Rückweg)
EINKEHR- & RASTMÖGLICHKEIT: Gasthof Post Hinterriss
LOIPENGEBÜHR: 2 EUR Spendenkasten
PARKGEBÜHR: keine
SKIVERLEIH: Gasthof Post Hinterriss
BESONDERES: Schneesicher / sehr lang / keine Einkehrmöglichkeit / Brotzeit nicht vergessen!

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Anfahrt:

Von München aus auf die A 8 bis Ausfahrt Holzkirchen. Weiter auf der B13 bis zum Sylvensteinstausee. Dort links und auf der B307 über Fall bis Vorderriss. Am Gasthof Post nach links Richtung Hinterriss. Parken einen Kilometer hinter Hinterriss beim Parkplatz an der Mautstation.

Loipenbeschreibung:

Die Karwendelloipe bei Hinterriss ist eine typische Wanderloipe. Herrlich abgelegen von Städten und Straßenverkehr zieht sich die Karwendelloipe 15 lange Kilometer durch das Risstal und die Eng entlang immer auf die Bergriesen des Karwendel zuhaltend. Die meisten Langläufer hier sind gekommen, um die Aussicht und die unberührte Schneelandschaft zu genießen. Drum kann man es auf der Karwendelloipe bei gutem Wetter auch gut einen ganzen Tag aushalten. Im Januar noch schafft es die Sonne kaum ins Risstal und es ist unangenehm kalt. Die Karwendelloipe ist deshalb ein echter Spätwinter-Tip (ab Mitte Februar). Wenn alle Loipen in München und im bayrischen Oberland allmählich wegschmelzen, ist hier noch satter Winter.

 

Ich habe leider keinen ganzen Tag Zeit und starte deshalb so früh wie möglich. Das wäre fast schief gegangen, denn es gab ordentlich Neuschnee in der Nacht und die Loipe wurde erst ab 10 Uhr gespurt. Die ersten Kilometer muss ich daher mit der anfangs parallel laufenden, halbwegs geräumten, aber gesperrten Straße Vorlieb nehmen. Da rutscht es aber bestens. Die Loipe wendet sich bald ab von der Straße, quert eine Brücke über den Rissbach und wird einspurig. Eine kurze Anhöhe empor und wieder hinab. Nach vier Kilometern trifft sie wieder auf die Straße. Mittlerweile war nun auch das Spurgerät durchgezogen worden und ich steige als erste in die Loipe ein. Der Schnee ist schwer und nass und klebt am Ski. Also bloß nicht stehen bleiben! Die Spur wechselt die Seite und verläuft in einem Flussbett entlang, das in einigen Wochen wohl voller Schmelzwasser sein wird. Ich kämpfe mich weiter durch den klebrigen Schnee, immer leicht, aber kaum spürbar ansteigend, und kann mich kaum satt sehen an den Bergen, die sich vor mir auftürmen. Doch das Beste kommt nach ca. acht Kilometern, wenn die Loipe nach der Hagelhütte nach rechts in die Eng einbiegt. Das Tal öffnet sich, nicht einmal mehr eine Straße ist zu sehen, unberührte Winterlandschaft umrahmt von den Karwendelriesen. Die ersten Ausläufer des Großen Ahornbodens kommen in Sicht und wenig später betritt man dann schon das Naturschutzgebiet. Im Sommer und Herbst werden hier busseweise Touristen durchs Tal gefahren. Heute: niemand. Nur Stille und der knorrige Karwendel-Ahorn. Nach 2 Stunden Gehzeit muss ich nun umkehren, noch bevor ich das Ende der Loipe erreicht habe. Nun geht es zum Glück leichter, weil es leicht bergab geht und die Spur von nach mir folgenden Läufern verfestigt wurde, und nach einer schnellen Stunde bin ich zurück am Auto und ziemlich abgekämpft. Das nächste Mal komme ich mit mehr Zeit.

Nützliche Links:

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Bilder-Galerie

 

+++ Diesen Loipenvorschlag hat Ute Watzl beigetragen. Vielen Dank!  +++

Adresse

Ausgangspunkt:

Parkplatz ca 1km nach Hinterriß

GPS:

47.46978009178, 11.471571922302

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Email:

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